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Valentyn Stetsyuk (Lviv, Ukraine)

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Rätselhafte Ortsnamen in Deutschland und Österreich


In Deutschland gibt es viele Ortsnamen, die keine Enträtselung in der der deutschen Sprache finden. Normalerweise versucht man sie mit Hilfe der keltischen Sprachen zu enträtseln, und es ist durchaus gerechtfertigt, da die Kelten dieses Land bewohnt haben, bevor hierher die Vorfahren der Deutschen erschienen, die wir Teutonen nennen.

Doch noch vor den Kelten wurde Deutschland von den Stämmen der Schnurkeramik besiedelt, die wir als alte Bulgars, einer der Turkstämme (nicht mit den slawischen Bulgaren verwechseln!), identifiziert haben, die aus den Steppen der Ukraine auswanderten (für weitere Details zu sehen Türks als die Träger der Schnurkeramischen Kultur (in Englisch, Gemeinsamer Wortschatz in tschuwaschischer und deutscher Sprache (in Englisch)

Kaum zu glauben, einige Namen der vor etwa 5000 Jahren gegründeten Siedlungen sind noch erhalten. Ein Teil von ihnen lässt sich mit Hilfe der tschuwaschischen Sprache, welche zu der Gruppe bulgarischer Sprachen gehört, gut entschlüsseln. Natürlich sind bei einer Namenenträtselung Fehler unvermeidlich, wahrscheinlicher erscheinen aber diejenigen Ortsnamen, welche sich in einem Bereich häufen oder eine Kette bilden, die den Migrationsweg bezeichnen könnte. Noch glaubwürdiger wirkt eine sprachliche Entschlüsselung, wenn der Sinn des Ortsnamen mit den naturräumlichen Gegebenheiten übereinstimmt. Um die Zeit auf Beweise für den Aufenhalt der Bulgaren in Deutschland zu uralten Zeiten nicht zu verschwenden, bieten wir den Lesern eine Möglichkeit, selbst zu sehen, wie erfolgreich die Erklärung der unten angeführten deutschen Namen ist:

Um die Zeit auf Beweise für den Aufenhalt der Bulgaren in Deutschland zu uralten Zeiten nicht zu verschwenden, bieten wir den Lesern eine Möglichkeit, selbst zu sehen, wie erfolgreich die Erklärung der unten angeführten deutschen Namen ist:


Altona, ein Bezirk der Freien und Hansestadt Hamburg Tschuw. yltăn "gold".

Baar, eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg Tschuw păhăr "Kupfer".

Bacharach, eine Stadt im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz Tschuw. păhăr "Kupfer", ach "ein böser Geist". 40 Kilometer südwestlich von der Stadt befindet sich das Historische Kupferbergwerk, das mit der Kupferstube für Besucher geöffnet ist. .

Böhl-Iggelheim, eine Gemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis Tschuw. ikkĕle "doppeln, spalten", ikkĕllĕ "zweifach" (sie das Wappen der Stadt links).

Hartha, eine Kleinstadt im Landkreis Mittelsachsen, Sachsen Tschuw. hărta 1. "Flicken", 2. "unebener Platz".

Itzehoe, eine Stadt in Schleswig-Holstein Tschuw. ĕç (spriecht aus annähernd wie ets) "Arbeit", 1. chăjă "Licht, Feuer", 2. "Keil".

Jena, eine kreisfreie Stadt in Thüringen Tschuw jĕnĕ "Bärenhöhle".

Kandel, der höchste Berg im Mittleren Schwarzwald Tschuw. kăn "Pottasche", tĕl "Platz, Gegend".

Kiel, die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein Tschuw. kil "Haus, Familie, Hof".

Kyritz, eine Stadt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg Tschuw. kĕr "Herbst", ĕç "Arbeit". Im Zentrum des Stadtwappens befindet sich eine goldene Garbe (nicht Lilie, wie denkt man immer von einem solchen Symbol), die das Ende der Feldarbeit symbolisiert (siehe rechts).

Lam, eine Marktgemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham in Bayern Tschuw. lăm 1. "Feuchtigkeit", 2. "Dampf", "Nebel".

Pankow, ein Verwaltungsbezirk von Berlin Tschuw pankaw "dumm".

Parchim, die Kreisstadt des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern Tschuw pĕrchĕm "Wasserstrahl, Spritzer".

Salem (Lauenburg), Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein und eine Gemeinde im südlichen Baden-Württemberg im Bodenseekreis Tschuw. selĕm "gut, schön".

Zorge, eine Gemeinde im Landkreis Osterode am Harz in Niedersachsen Tschuw. çărcha "Paßgänger, Zelter". Die Gemeinde hat den Wappen mit einem springendem Pferd. Die Bedeutung des Namens der Gemeinde blieb im menschlichen Gedächtnis seit vielen Jahrhunderten.


Es gibt noch eine ganze Reihe von Namen, die bulgarischen Ursprung haben können, sie erfordern jedoch einer gründlichen Untersuchung, weil es Fälle gibt, in denen "dunkle" Ortsnamen anhand anderer Sprachen interpretiert werden und zwar nicht nur der Keltischen. Die Studien haben gezeigt, dass der Stamm Kimbern, der auf der Suche nach freiem Land ganz Deutschland bereiste, war einer der iranischen Stämme, verwandt mit den historischen Kimmerern und heutigen Kurden. Sie wanderten von der ukrainischen Podolia durch Polen und besiedelten zuerst die Jütische (Kimbrische) Halbinsel.

Zwischen den Jahren 320-350 v.u.Z. besuchte der griechische Seefahrer Pytheas die Nordwestküste Deutschlands bis zur Mündung der Elbe, es blieb eine detaillierte Darstellung seiner Reise. Er schrieb unter anderem darüber, dass die Bewohner des Gebiets, welches Jütland mit der Halbinsel verbindet, sich Guionen nennen (Krämer Walter, 1979, 252), was als "Besitzer des Landes" übersetzt werden kann (Kurd. xweyî "Besitzer" und an "Seite"). Darüber hinaus gibt es auf der Halbinsel eine Menge von Ortsnamen, die mit der Hilfe der kurdischen Sprache interpretierbar sind (Einzelheiten hierzu finden Sie skizzier in Cimbri-Kurds).

Im zweiten Jahrhundert v.u.Z. unternahmen die Kimbern offensichtlich von den aus Skandinavien gekommenen Germanen gedrückt eine lange Wanderung auf der Suche nach freiem Land für die Besiedlung. Von Jütland zogen sie durch das nördliche Deutschland, dann entlang den Bergrücken der Sudeten nach Bayern. Weitere Feldzüge der Kimbern sind auf der Karte unten gezeigt.




Züge der Kimbern, Teutonen und Ambronen zwischen 120 und 101 Jahre. BC.
Die Karte ist auf der Grunde der Karte in "Deutsche Geschichte" (Herrmann Joachim. 1982, 115) zusammengestzt.


Der auf der Karte gezeigte Weg der Kimbern nach Bayern stimmt mit folgenden Ortsnamen gut überein:


Gerdau, eine Gemeinde im Landkreis Uelzen, Niedersachsen Kurd. gerd "gross", av "Wasser".

Dederstedt, ein Ortsteil im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt Kurd. dediri "Landstreicher, Vagabund".

Simildenstraße in Leipzig Kurd. simil "Ähre", de'n "gedroschen Getreide".

Gera, eine kreisfreie Stadt im Osten Thüringens Kurd. gera "Reh, Ricke".

Raschau, eine Ortschaft im Erzgebirgskreis in Sachsen Kurd. reş "schwarz", av "Wasser".

Tirschendorf, ein Ortsteil in der Gemende Mühlental im sächsischen Vogtlandkreis Kurd. tirş "sauer".

Cham, Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Oberpfalz Kurd xam "roh", "unkultiviert, unpflügt".

In Bayern gibt es mehrere Ortsnamen von kimbrischer Herkunft: Merching (Kurd. merx "Tanne, Fichte") Germering, Germaringen, Garmish-Partenkirchen (Kurd. germ/garm "warm"). Der Name des Landes Bayern (Lat Bavaria) kann man auch mit Hilfe der Kurdischen Sprache erklären: Kurd. bawar "Hoffnung" entspriecht gut den Wunsch der Kimbern einen freien Platz zu finden. Gemessen an den gefundenen Ortsnamen, zogen die Kimbern nach Österreich bis nach Wien, sondern wandten sich dann wieder zurück:


Passau, eine Stadt in Ostbayern. Kurd pas "hinterher" sava "Tier". Das Wappen der Stadt sie rechts.

Aspach, eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau Kurd. hesp (andere Iranische Sprache asp) "Pferd", ax "Erde, Boden".

Steyr, eine Stadt in Oberösterreich . steyr "Stern".

Vindobona (Lateinische Name von Wien) Kurd. windabûn "Verlust, Verschwinden".

Murau, die Bezirkshauptstadt des Bezirkes Murau (Obersteiermark) im Bundesland Steiermark Kurd. mûr "Holzklotz, Balken" (vielleicht besser mar "SChlange"), av "Wasser".




Auf der Karte sind die Ortsnamen des kimbrischen Ursprungs von roten Sternchen gekennzeichnet und die von bulgarischen Ursprungs sind grün markiert.


Die größte Ansammlung von kurdische Ortsnamen wird im Rheintal, in Belgien und im benachbarten Saarland in Deutschland gefunden (sie die Karte oben). Offensichtlich besiedelten Kimdern nach langen Wanderungen und erst nach langer Zeit wurden von den Deutschen assimiliert, aber sie konnten traditionelle Stammesnamen bewahren. Zum Beispiel kann der Name der Stammeseinheit der Belgier cimbrischen Ursprungs haben (Kurd. belg "Blatt"). Sogar der Name des Saarlandes kann mit Hilfe kurd. se "Hund" und ar "Feuer" erklärt werden. Andere der überzeugendsten kimbrische Ortsnamen können wie folgt sein:

Berzhausen, eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz kurd. berz "hoch", hewş "Hof, Grundstück".

Donau Kurd. don "Geschmolzenes Fett", av "Wasser". Proto-Indogermanisch * hatte Sinn "Flüssigkeit", "fett", "fließend Wasser" (Av. dāhnu "Fluss", Ind. dānu "Sickerflüssigkeit", Arm. tamuk "nass", Gr. δημός "menschliches oder tierisches Fett", Alb. dhjamë "Fett, Speck", Deut. Ton.

Dortmund (altsächsisch Throtmanni), eine Stadt in Nordrhein-Westfalen Kurd. durdi, tort "Sediment, Bodensatz", man "nachbleiben".

Gerach, eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg, eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz Kurd. ger "Tal, Niederung", ax "Erde, Boden".

Gunderatheine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz kurd. gund "Dorf", êretî "Unachtsamkeit, Nachlässigkeit".

Merchingen, ein Stadtteil von Merzig im Landkreis Merzig-Wadern, Saarland, ein Stadtteil von Ravenstein im Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-Württemberg und andere Otrsnamen kurd. merx "Tanne, Fichte".

Merzig, eine Kreisstadt im Saarland Kurd merziq "Sumpf, Moor".

Neckar, ein rechter Nebenfluss des Rheins Kurd. niqar "Silber".

Rhein kurd. rêjin "gißen", rêjne "Regenguß".


Und zum Schluss wurde der Landesname Germania nämlich auch von den Kimbern gegeben. Als sie nach Deutschland aus Jütland kamen erschien ihnen das Land viel wärmer und sie nannten es germ an, "eine warme Seite".